Donald Trump zeigt, welchen Schaden Populisten anrichten. Keine Lösungen, nur mehr Probleme. Deutschland muss diese Lektion lernen, bevor es zu spät ist.
Stellen wir uns zwei Menschen vor, die in einem Büro sitzen und ein Buch schreiben sollen. Sie fangen mit einem leeren Blatt an. Jeden Tag machen sie Fortschritte, lösen Probleme, passen sich an. Mal stürzt der Computer ab, mal geht das Licht aus. Sie finden Lösungen und schreiben weiter. Es geht nicht immer schnell, manchmal müssen sie Kompromisse eingehen, aber am Ende entsteht ein Buch.
Dann ändert sich das Spiel: Einer der beiden spielt nicht mehr mit. Während der andere Kaffee holt, löscht er ein paar Zeilen. Beim Mittagessen radiert er ganze Seiten aus. Danach schlägt er absichtlich Unsinniges vor, verweigert sich Kompromissen. Plötzlich wächst das Buch nicht mehr. Es schrumpft. Rückschritt statt Fortschritt. Chaos statt fertiges Werk.
Trump zerstört das System, das uns seit Jahrzehnten immer besser leben lässt
Dieses Chaos erleben die USA mit Donald Trump.
- In funktionierenden Demokratien suchen Menschen gemeinsam Lösungen. Niemand diktiert allein. Möglichst viele Menschen bringen gleichberechtigt ihre Ideen ein. Die beste setzt sich durch.
- Funktionierende Demokratien suchen Kompromisse statt Andersdenkende besiegen zu wollen.
- Entpuppt sich eine Regierung als unfähig, dürfen die Bürger in Demokratien sie austauschen.
- Weil Regierungen fürchten, bei der nächsten Wahl ausgetauscht zu werden, handeln sie im besten Interesse der Bürger.
Wie ein Büro kompromissbereiter Menschen, die die beste Lösung suchen und unfähige Kollegen notfalls austauschen, verbessert eine Demokratie Stück für Stück das Leben ihrer Bürger. Das System erleidet Rückschläge und funktioniert nicht immer geradlinig. Aber es funktioniert. Trump zerstört dieses System.
Trump zerstört mehr, als er erschafft
Trump macht nicht nur Fehler – das tun alle Politiker. Trump versucht nicht einmal, Probleme zu lösen. Er ignoriert sie oder schafft neue. Seine Politik ist kein Bauplan, sondern ein Abrisskommando. Ein Problem nach dem anderen bleibt ungelöst, neue Krisen entstehen, und die Probleme wachsen dem Land über den Kopf.
Wir brauchen keine hochtrabenden Diskussionen über Trump führen. Die US-Amerikaner merken die Folgen seiner Irrfahrt durch die Politik im Geldbeutel. Der Staat, der sich einst durch Innovation und Problemlösung auszeichnete, verliert seine Handlungsfähigkeit. Institutionen werden beschädigt, demokratische Normen ausgehöhlt. Deswegen fallen die Börsen und deswegen korrigieren Experten ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum nach unten.
Die wahre Gefahr: Eine Demokratie, die nicht mehr funktioniert
Trump arbeitet daran, dass unfähige Politiker nicht mehr abgewählt werden können. Er untergräbt Wahlen, verbreitet Lügen, hetzt gegen Institutionen. Wer ihn kritisiert, wird zur Zielscheibe. So funktionieren weder Demokratie noch Wirtschaft. Und so entsteht kein Wohlstand.
Es ist, als würde einer der beiden im Büro wild auf die Tastatur hauen, während der andere verzweifelt versucht, den Computer am Laufen zu halten. So geht nichts voran.
Deutschland darf nicht den gleichen Fehler machen
Die USA zeigen uns, was passiert, wenn eine Demokratie in die Hände von Populisten fällt. Auch in Deutschland bekämpfen Populisten wie die AfD bestehende Strukturen, statt Lösungen zu suchen. Wer glaubt, diese Politik schaffe Wohlstand, sollte genau auf die USA blicken. Populisten bringen Stillstand, Unsicherheit und wirtschaftlichen Niedergang. Wer das nicht will, sollte Demokraten wählen.
Fazit
- Demokratien funktionieren durch Zusammenarbeit und Problemlösung – Populisten wie Trump zerstören beides.
- Statt Fortschritt und Wohlstand schaffen sie Unsicherheit, Chaos und wirtschaftlichen Rückschritt.
- Die größte Gefahr: Populisten arbeiten daran, sich und ihren Clan unabwählbar zu machen. Gelingt das, ruinieren sie ihre Länder.
Wie wir Populismus erkennen und aus der Politik verbannen, erfahren Sie in meinem Buch „Es gewinnen alle oder keiner“.

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